Schwalben gelten laut Volksmund als Glücksbringer. Wer sie unter seinem Dach beherbergt, soll vor Blitz, Hagel und Sturm geschützt sein. Doch für die Vögel wird es immer schwieriger, einen geeigneten Platz zum Brüten zu finden.

Warum das Nestbau-Glück schwindet
Rauch- und Mehlschwalben sind sogenannte Kulturfolger – sie sind darauf angewiesen, in unserer Nähe zu leben. Während Mehlschwalben ihre Nester an Hausfassaden anlegen, bevorzugen Rauchschwalben Scheunen und Ställe. Moderner Hausbau mit glatten Fassaden oder Flachdächern nimmt ihnen jedoch die Nistplätze. Oft werden Nester sogar aus Angst vor Kotspuren zerstört.
Unser Tipp: Eine einfache Lösung ist ein schräges Kotbrett, das etwa 50–70 cm unterhalb des Nestes angebracht wird. So bleiben die Fassaden sauber und die Schwalben können bleiben.

Die Mehlschwalbe: Geselliger Insektenjäger
Die Mehlschwalbe ist leicht an ihrer reinweißen Unterseite und dem weißen Bürzel zu erkennen. Sie ist äußerst gesellig und brütet gern in kleinen Kolonien. Ab Ende Mai legen die Weibchen 3–5 Eier. Die Aufzucht ist Schwerstarbeit: Im Durchschnitt bringen die Eltern etwa 15-mal pro Stunde Futter – vor allem Blattläuse, Fliegen und Mücken – ins Nest.

Hätten Sie’s gewusst?
- Warum fliegen Schwalben bei Regen tief? Das liegt nicht am Regen selbst, sondern an den Insekten. Bei schönem Wetter tragen warme Aufwinde die Insekten in große Höhen. Bei Regen bleiben die Insekten in Bodennähe – und dort jagen auch die Schwalben.
- Die Reise nach Afrika: Unsere Schwalben sind wahre Athleten! Ihre Reise in das Winterquartier südlich der Sahara umfasst bis zu 10.000 Kilometer und dauert im Schnitt 40 bis 60 Tage.
Werden Sie aktiv!
Schwalben brauchen nicht nur Nistplätze, sondern auch Nahrung und Baumaterial, die durch versiegelte Flächen und Pestizide immer seltener werden.
Tun Sie unseren Schwalben einen Gefallen: Bringen Sie künstliche Nisthilfen an und schenken Sie diesen faszinierenden Vögeln wieder ein Zuhause. Lassen Sie uns die alte Tradition, den Schwalben Unterschlupf zu gewähren, wieder aufleben!


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